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  • AutorenbildMathias Stricker

Die Energiewende ist auch mit Biotopschutz machbar

Endlich herrscht Konsens, dass es mit dem Zubau der erneuerbaren Energien schneller gehen muss, nachdem dieser jahrelang durch die reaktionären Kräfte torpediert wurde. Aber auch mit dem Ausbau der Erneuerbaren ist eine faire Interessenabwägung von Schutz und Nutzung der Umwelt Pflicht. Biotope von nationaler Bedeutung müssen weiterhin geschützt werden. Diese beherbergen einen Drittel aller bedrohten Arten der Schweiz. Ohne Biotopschutz könnten unersetzbare Lebensräume verbaut und für immer zerstört werden.


Heute sind gerade einmal 2 Prozent der Schweizer Landesfläche absolut geschützt. Diese letzte wilde Natur – in der Greina, im Val Roseg, in Zinal oder im Maderanertal – will die Politik vorschnell zur Verbauung mit Energieanlagen freigeben.


Die Energiewende ist dringend – wegen der Klimakrise und dem Artensterben. Im Kampf gegen genau diese Krisen helfen uns die Biotope von nationaler Bedeutung. Sie bieten für viele Tiere und Pflanzen die letzte Heimat, schützen uns vor Dürre und Überflutung und reinigen sogar unser Wasser. Den Biotopschutz zu streichen, ist unvernünftig und richtet irreparablen Schaden an.

Die Umweltverbände haben aufgezeigt, wie eine sichere und naturverträgliche Energieversorgung möglich ist. Entscheidend sind die Reduktion der Stromverschwendung und der rasche Zubau der Solarenergie auf bestehenden Infrastrukturen. Daneben lässt sich die Wasserkraft gezielt ausbauen. So gehen Klima- und Biodiversitätsschutz Hand in Hand, denn die übrigen 98 Prozent Landesfläche bieten genügend Platz.


Mathias Stricker, Vorstand WWF Solothurn, Bettlach

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