Französisch stärken mit SOprima – immersivem Unterricht und Austausch
- Mathias Stricker

- vor 8 Stunden
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Parlez vous français? Die Diskussion über den Fremdsprachenunterricht in der Primarschule bewegt die Schweiz. Insbesondere die Landessprache Französisch gerät unter politischen Druck. Auch im Kanton Solothurn wurde die Fremdsprachenthematik politisch diskutiert, eine Verschiebung des Englischen von der 5. Klasse auf die Sekundarstufe wurde abgelehnt.
Ich bin froh, dass die kantonale Politik beschlossen hat, keine Schnellschüsse zu starten, sondern die Resultate aus den Klärungen, welche aktuell in der EDK (Auslotung des HarmoSArtikels 4) und im Bundesrat (Verpflichtung einer Landessprache als erste Fremdsprache) geführt werden, abzuwarten. Mir ist vorerst wichtig, dass die Kantone eine zielführende, gemeinsame und langfristige Lösung finden. Das politische Vorpreschen einzelner Kantone nützt der ganzen Diskussion nichts.
Im Kanton Solothurn herrscht über alle Parteien hin weg politische Einigkeit, dass in der Primarschule zuerst die Landessprache Französisch unterrichtet werden soll. Insbesondere als Brückenkanton nehmen wir hier eine wichtige Rolle ein, welche aus meiner Sicht kulturelle, gesellschaftliche und staatspolitische Dimensionen hat. Persönlich finde ich, dass die Diskussion über die nationale Kohäsion nicht zu unterschätzen ist. Die Signale aus der Westschweiz stärken meine Einschätzung. Und auch in der Wirtschaft und in der Politik ist Französisch ein wichtiger Standortvorteil. Wer Französisch versteht und spricht, hat eine grössere Reichweite, sei das für das Gewerbe oder im Dienstleistungssektor.
Mit dem kantonalen Programm «SOprima» setzt der Kanton Solothurn ein starkes Zeichen in der Schweiz. Anstatt abzuwarten, wie die Politik national über den Fremdsprachenunterricht entscheiden wird, stärkt der Kanton Solothurn den Französischunterricht – mit den zweifelsohne vorhandenen Herausforderungen – zusätzlich, und zwar sofort. «SOprima» soll immersiven Unterricht auf Französisch weiter etablieren und den Austausch mit Gleichaltrigen über die Sprachgrenze hinweg fördern. Mit dem Kanton Neuchâtel haben wir einen wertvollen Partner ge funden. Bereits seit 2011 ist dieser immersiv unterwegs. Dort hat sich der Ansatz bewährt. Seit 2022 arbeitet Solothurn eng mit Neuchâtel zusammen und profitiert von den Erfahrungen aus der Westschweiz.
Diese Zusammenarbeit stärkt das nationale Zusammen gehen, den Respekt gegenüber den Landessprachen und Minderheiten sowie die Lernmotivation der Kinder und Jugendlichen. Die Mehrsprachigkeit wird aktiv gelebt.
Bon courage à toutes et à tous pour le français!




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